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	<title>Kommentare zu Die Unsichtbare Hand</title>
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		<title>Kommentare von NeoNeo zu Die Entdeckung der Unsichtbaren Hand</title>
		<link>http://unsichtbarehand.wordpress.com/2008/06/26/die-entdeckung-der-unsichtbaren-hand/#comment-22</link>
		<dc:creator>NeoNeo</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 11:44:38 +0000</pubDate>
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		<description>Der Rechtsstaat ist in Wirklichkeit auch ein Ergebnis der Selbstorganisation, allerdings für etwas anderes als Preisbildung oder Wirtschaftsplanung zuständig. Inspirationsquelle: http://tag8.blogspot.com/2009/04/der-selbstregulierende-markt.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Rechtsstaat ist in Wirklichkeit auch ein Ergebnis der Selbstorganisation, allerdings für etwas anderes als Preisbildung oder Wirtschaftsplanung zuständig. Inspirationsquelle: <a href="http://tag8.blogspot.com/2009/04/der-selbstregulierende-markt.html" rel="nofollow">http://tag8.blogspot.com/2009/04/der-selbstregulierende-markt.html</a></p>
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	<item>
		<title>Kommentare von Jochen Ebel zu Obamas Wirtschaftsprogramm &#8211; Kapitalismus mit menschlichem Antlitz</title>
		<link>http://unsichtbarehand.wordpress.com/2008/11/12/obamas-wirtschaftsprogramm-kapitalismus-mit-menschlichem-anlitz/#comment-21</link>
		<dc:creator>Jochen Ebel</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 08:12:26 +0000</pubDate>
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		<description>Arbeitszeit

Nach Ihren Ausführungen spielt für Obama die Arbeitszeit keine Rolle - dabei ist sie der Schlüssel des Verständnisses. Zu Says Zeiten (um 1830) war die durchschnittliche Arbeitszeit unmenschlich hoch - deswegen war die Investitionsgüterproduktion nur auf Kosten der Konsumgüterproduktion und umgekehrt möglich. Und deswegen galt das Sayesche Gesetz. Heute ist die Produktivität so hoch, daß die gegenseitige Kopplung entfällt und damit auch Say.

Schon Keynes schrieb &quot;Arbeitszeitverkürzung ist letztendlich die Lösung&quot;. Eine einfache Abschätzung für Deutschland: Eine  Vollbeschäftigung bringt etwa 40 Milliarden € mehr Konsumnachfrage, die Vollbeschäftigung bei den gegenwärtigen Arbeitszeiten erhöht aber das Angebot um ca. 150 Milliarden €. Wenn aber das Angebot nur um 40 Milliarden € erhöht werden soll, müssen für ca. 100 Milliarden € Menschen in Infrastruktur, Umweltschutz usw. oder in Waffenproduktion (und damit Kriege!!) beschäftigt werden (was entsprechende Steuern erfordert) oder - die Arbeitszeit wird optimal verkürzt.

Solange also die Arbeitszeit bei der Konsolidierung immer noch außen vor bleibt, ist jede Maßnahme zum Scheitern verurteilt. Mit dieser Begründung hatte ich schon 2002 einem Mitglied der Hartz-Kommision das Scheitern von deren Plänen vorhergesagt.

Daß eine große Ausweitung der Produktion und damit Investitionen nicht zu erwarten sind folgt aus zwei Beschränkungen: Die Besitzer hoher Einkommen können gar sich so viel konsumieren, wie sie sich leisten könnten und die Bezieher niedriger Einkommen können nicht so viel kaufen, wie sie brauchen. Eine gerechtere Verteilung der Nettoeinkommen vergößert den Konsum - aber trotzdem langsamer als die Produktivität steigt.

Also erfordert Vollbeschäftigung sinkende Arbeitszeiten bei Nettolohn- und Preiserhalt - was kein Problem ist, weil dann die Finanzierung der Arbeitslosigkeit (250€/Monat von jedem Vollbeschäftigten) wegfällt.

Und solange zu lange gearbeitet wird, ist immer nicht realisierbarer Gewinn vorhanden und wird trotz aller Kontrollen zu Spekulationen führen - die zu einer Blase und anschließendem Platzen führen.

Das Sparen und die notwendige Arbeitszeitverkürzung bedingen einander: Die Lohnkosten sind im Preis enthalten. Wenn alles Einkommen für den Konsum ausgegeben wird bleibt die Arbeitszeit konstant. Wenn aber gespart wird, wurde mehr produziert als gekauft wurde - es bleibt also ein unverkaufter Überschuß: es muß also in Zukunft weniger produziert werden: Entlassungen oder Arbeitszeitverkürzung. Das gesparte Geld nützt auch für Investitionen nichts: denn Investitionen werden getätigt, um über den Konsumabsatz refinanziert zu werden - aber gerade das geht nicht.

Jochen Ebel</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Arbeitszeit</p>
<p>Nach Ihren Ausführungen spielt für Obama die Arbeitszeit keine Rolle &#8211; dabei ist sie der Schlüssel des Verständnisses. Zu Says Zeiten (um 1830) war die durchschnittliche Arbeitszeit unmenschlich hoch &#8211; deswegen war die Investitionsgüterproduktion nur auf Kosten der Konsumgüterproduktion und umgekehrt möglich. Und deswegen galt das Sayesche Gesetz. Heute ist die Produktivität so hoch, daß die gegenseitige Kopplung entfällt und damit auch Say.</p>
<p>Schon Keynes schrieb &#8222;Arbeitszeitverkürzung ist letztendlich die Lösung&#8220;. Eine einfache Abschätzung für Deutschland: Eine  Vollbeschäftigung bringt etwa 40 Milliarden € mehr Konsumnachfrage, die Vollbeschäftigung bei den gegenwärtigen Arbeitszeiten erhöht aber das Angebot um ca. 150 Milliarden €. Wenn aber das Angebot nur um 40 Milliarden € erhöht werden soll, müssen für ca. 100 Milliarden € Menschen in Infrastruktur, Umweltschutz usw. oder in Waffenproduktion (und damit Kriege!!) beschäftigt werden (was entsprechende Steuern erfordert) oder &#8211; die Arbeitszeit wird optimal verkürzt.</p>
<p>Solange also die Arbeitszeit bei der Konsolidierung immer noch außen vor bleibt, ist jede Maßnahme zum Scheitern verurteilt. Mit dieser Begründung hatte ich schon 2002 einem Mitglied der Hartz-Kommision das Scheitern von deren Plänen vorhergesagt.</p>
<p>Daß eine große Ausweitung der Produktion und damit Investitionen nicht zu erwarten sind folgt aus zwei Beschränkungen: Die Besitzer hoher Einkommen können gar sich so viel konsumieren, wie sie sich leisten könnten und die Bezieher niedriger Einkommen können nicht so viel kaufen, wie sie brauchen. Eine gerechtere Verteilung der Nettoeinkommen vergößert den Konsum &#8211; aber trotzdem langsamer als die Produktivität steigt.</p>
<p>Also erfordert Vollbeschäftigung sinkende Arbeitszeiten bei Nettolohn- und Preiserhalt &#8211; was kein Problem ist, weil dann die Finanzierung der Arbeitslosigkeit (250€/Monat von jedem Vollbeschäftigten) wegfällt.</p>
<p>Und solange zu lange gearbeitet wird, ist immer nicht realisierbarer Gewinn vorhanden und wird trotz aller Kontrollen zu Spekulationen führen &#8211; die zu einer Blase und anschließendem Platzen führen.</p>
<p>Das Sparen und die notwendige Arbeitszeitverkürzung bedingen einander: Die Lohnkosten sind im Preis enthalten. Wenn alles Einkommen für den Konsum ausgegeben wird bleibt die Arbeitszeit konstant. Wenn aber gespart wird, wurde mehr produziert als gekauft wurde &#8211; es bleibt also ein unverkaufter Überschuß: es muß also in Zukunft weniger produziert werden: Entlassungen oder Arbeitszeitverkürzung. Das gesparte Geld nützt auch für Investitionen nichts: denn Investitionen werden getätigt, um über den Konsumabsatz refinanziert zu werden &#8211; aber gerade das geht nicht.</p>
<p>Jochen Ebel</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Mikroökonomie zu Das Eisverkäuferproblem &#8211; ein Fall von prinzipiellem Marktversagen?</title>
		<link>http://unsichtbarehand.wordpress.com/2008/06/30/das-eisverkauferproblem-ein-fall-von-prinzipiellem-marktversagen/#comment-20</link>
		<dc:creator>Mikroökonomie</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 13:22:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://unsichtbarehand.wordpress.com/?p=15#comment-20</guid>
		<description>Ich denke, dass es sicherlich in der Theorie, besonders in der Mikroökonomie so ablaufen könnte, jedoch in der Praxis und dort besonders bei kleinen Unternehmen, Existenzgründern oder ebensolchen Bauchladenverkäufer, auf keinen Fall so gesehen wird. Der eine Kleinunternehmer wird mit Sicherheit dem anderen wichtigen einen einzigen Pfennig mehr gönnen. Somit werden wohl beide sich gegenseitig finanziell ruinieren und irgendwann aufgeben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke, dass es sicherlich in der Theorie, besonders in der Mikroökonomie so ablaufen könnte, jedoch in der Praxis und dort besonders bei kleinen Unternehmen, Existenzgründern oder ebensolchen Bauchladenverkäufer, auf keinen Fall so gesehen wird. Der eine Kleinunternehmer wird mit Sicherheit dem anderen wichtigen einen einzigen Pfennig mehr gönnen. Somit werden wohl beide sich gegenseitig finanziell ruinieren und irgendwann aufgeben.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Hedda Heuer zu Die Ursprünge des liberalen und konservativen Denkens in der Kindheit</title>
		<link>http://unsichtbarehand.wordpress.com/2008/09/12/die-ursprunge-des-liberalen-und-konservativen-denkens-in-der-kindheit/#comment-19</link>
		<dc:creator>Hedda Heuer</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 14:36:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://unsichtbarehand.wordpress.com/?p=206#comment-19</guid>
		<description>Danke, Christian, für die interessante Darstellung von Sulloways Forschung. Gibt es andere Arbeiten, die zu gegensätzlichen Resultaten kommen? Mich überzeugt das Konzept von Sulloway. Ich fand es bisher ganz unklar, warum jemand sich einer Partei zuneigt, insbesondere wenn es um konkurrierendeVolksparteien geht, die wohl das ganze Volk vertreten wollen. Jetzt glaube ich eine Ahnung zu haben, woher der Anstoss zur Meinungsbildung kommt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke, Christian, für die interessante Darstellung von Sulloways Forschung. Gibt es andere Arbeiten, die zu gegensätzlichen Resultaten kommen? Mich überzeugt das Konzept von Sulloway. Ich fand es bisher ganz unklar, warum jemand sich einer Partei zuneigt, insbesondere wenn es um konkurrierendeVolksparteien geht, die wohl das ganze Volk vertreten wollen. Jetzt glaube ich eine Ahnung zu haben, woher der Anstoss zur Meinungsbildung kommt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Dirk zu Ein Konjunkturprogramm für Deutschland?</title>
		<link>http://unsichtbarehand.wordpress.com/2008/08/04/ein-konjunkturprogramm-fur-deutschland/#comment-18</link>
		<dc:creator>Dirk</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 18:31:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://unsichtbarehand.wordpress.com/?p=47#comment-18</guid>
		<description>Hi JCH,

ein Follow-Up:
http://www.independent.org/pdf/tir/tir_13_02_1_raico.pdf</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi JCH,</p>
<p>ein Follow-Up:<br />
<a href="http://www.independent.org/pdf/tir/tir_13_02_1_raico.pdf" rel="nofollow">http://www.independent.org/pdf/tir/tir_13_02_1_raico.pdf</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Roes, Jessica zu Die Ursprünge des liberalen und konservativen Denkens in der Kindheit</title>
		<link>http://unsichtbarehand.wordpress.com/2008/09/12/die-ursprunge-des-liberalen-und-konservativen-denkens-in-der-kindheit/#comment-17</link>
		<dc:creator>Roes, Jessica</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Sep 2008 19:40:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://unsichtbarehand.wordpress.com/?p=206#comment-17</guid>
		<description>find ich sehr interessant diese Argumente von den Wissenschaftlern über die Erst,-u. Spätgeborenen. Vieleicht hat das auch viel einfacher mit einem angeborenen Überlebensinstinkt des früher meist nur Stärkeren und Ersten zu tun, das verschiedene Verhaltensformen so sein mußten, um zu überleben. Toll rechachiert Jens- Christian!!!
Jessica Roes</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>find ich sehr interessant diese Argumente von den Wissenschaftlern über die Erst,-u. Spätgeborenen. Vieleicht hat das auch viel einfacher mit einem angeborenen Überlebensinstinkt des früher meist nur Stärkeren und Ersten zu tun, das verschiedene Verhaltensformen so sein mußten, um zu überleben. Toll rechachiert Jens- Christian!!!<br />
Jessica Roes</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Rainer Hoffmann zu Die Ursprünge des liberalen und konservativen Denkens in der Kindheit</title>
		<link>http://unsichtbarehand.wordpress.com/2008/09/12/die-ursprunge-des-liberalen-und-konservativen-denkens-in-der-kindheit/#comment-16</link>
		<dc:creator>Rainer Hoffmann</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Sep 2008 05:58:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://unsichtbarehand.wordpress.com/?p=206#comment-16</guid>
		<description>Die Korrelation zwischen &quot;Erstgeborenen und Liberalismus&quot; und &quot;Spätgeborenen und Konservatissmus&quot; sehe ich nicht. 
Ich glaube vielmehr, daß die Ursachen und die Beweggründe für &quot;Mehr Konservatismus&quot; und &quot;Mehr Staat&quot; darin liegen, dass die Menschen die Erfahrungen gemacht haben, daß mit &quot;Lberalismus&quot; im gesellschaftlichen Umfeld nicht verantwortungsvoll umgegangen wird und dieses &quot;freie Denken und Handeln&quot; zum Schaden der Allgemeinheit und zum Schaden der Schwächeren ausgenutzt wird. Deshalb wünschen sich immer mehr Menschen einen &quot;starken Staat&quot;, der diese &quot;freiheitliche Raffgier&quot; ein Ende setzt. Und diese Argumentation kann ich nachvollziehen.

Solange die Globalisierung so Typen wie z.B. Ackermann &quot;produziert&quot;, wird auch kein Umdenken zu mehr freiheitlichen, und verantwortungsvollen Handeln stattfinden.

Obwohl ich mich selbst auch als liberal bezeichnen würde, und mich der FDP zugeneigt sehe (ohne Mitglied zu sein&quot;, kann ich einem konsequent freiheitlichen Denken aufgrund meiner eher negativen Erfahrungen in den letzten 30 Jahren keinen Freifahrtsschein ausstellen. Es gibt zu viele, die &quot;auf Basis der Freiheit&quot; und auf Kosten von Schwächeren sich die Taschen voll machen. 

Und meine Sichtweise hat nix mit mir als &quot;Erstgeborenen&quot; zu tun, sondern liegt in langjähriger Lebenserfahrung begründet.

Dies Korrelation, die Sulloway aufgezeigt haben will, gibt es m.E. nicht, sondern ist eine Korrelation, die eher zufälliig vermeintlich deckungsgleich ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Korrelation zwischen &#8222;Erstgeborenen und Liberalismus&#8220; und &#8222;Spätgeborenen und Konservatissmus&#8220; sehe ich nicht.<br />
Ich glaube vielmehr, daß die Ursachen und die Beweggründe für &#8222;Mehr Konservatismus&#8220; und &#8222;Mehr Staat&#8220; darin liegen, dass die Menschen die Erfahrungen gemacht haben, daß mit &#8222;Lberalismus&#8220; im gesellschaftlichen Umfeld nicht verantwortungsvoll umgegangen wird und dieses &#8222;freie Denken und Handeln&#8220; zum Schaden der Allgemeinheit und zum Schaden der Schwächeren ausgenutzt wird. Deshalb wünschen sich immer mehr Menschen einen &#8222;starken Staat&#8220;, der diese &#8222;freiheitliche Raffgier&#8220; ein Ende setzt. Und diese Argumentation kann ich nachvollziehen.</p>
<p>Solange die Globalisierung so Typen wie z.B. Ackermann &#8222;produziert&#8220;, wird auch kein Umdenken zu mehr freiheitlichen, und verantwortungsvollen Handeln stattfinden.</p>
<p>Obwohl ich mich selbst auch als liberal bezeichnen würde, und mich der FDP zugeneigt sehe (ohne Mitglied zu sein&#8220;, kann ich einem konsequent freiheitlichen Denken aufgrund meiner eher negativen Erfahrungen in den letzten 30 Jahren keinen Freifahrtsschein ausstellen. Es gibt zu viele, die &#8222;auf Basis der Freiheit&#8220; und auf Kosten von Schwächeren sich die Taschen voll machen. </p>
<p>Und meine Sichtweise hat nix mit mir als &#8222;Erstgeborenen&#8220; zu tun, sondern liegt in langjähriger Lebenserfahrung begründet.</p>
<p>Dies Korrelation, die Sulloway aufgezeigt haben will, gibt es m.E. nicht, sondern ist eine Korrelation, die eher zufälliig vermeintlich deckungsgleich ist.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von S. Wellmann zu Krieg im Kaukasus &#8211; Der Konflikt um Südossetien</title>
		<link>http://unsichtbarehand.wordpress.com/2008/08/09/krieg-im-kaukasus-der-konflikt-um-sudossetien/#comment-14</link>
		<dc:creator>S. Wellmann</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Aug 2008 19:52:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://unsichtbarehand.wordpress.com/?p=55#comment-14</guid>
		<description>Zum Kommentar. Ich sehe nicht nur auf georgischer Seite große Legitimitätsdefizite. Selbige kann man auch den abtrünnigen georgischen Provinzen und Russland selbst vorhalten. Es ist nämlich beispielsweise so, dass es überall auf der Welt ethnische Minderheiten gibt und es praktisch unmöglich ist, diesen allen ihr eigenes Territorium zu gewährleisten. Konsequenter Weise würden sich, bei solch einer Betrachtung viele Fragen auftun: Ab wann ist eine Gruppe von Menschen ein Volk, ab wann kann es sein eigenes Territorium beanspruchen? Was genau ist eigentlich ein Volk? ist diese Definition statisch oder wandelbar? Kann man als mensch sich selber entscheiden, welchem volk man angehört, oder wird dies durch Geburt oder durch eine entscheidende Autorität besiegelt? Welche Bedeutung hat eine Staatsangehörigkeit dafür? Und vor allen Dingen: Wer entscheidet über dieses und wodurch ist das entscheidende Organ legitimiert? Es tun sich sehr viele Fragen auf.
In diesem Fall gibt gegen alle drei Seiten in dieser Krise berechtigte Vorwürfe. Im Prinzip ist klar, daß in solch einer verfahrenen Lage ohne Kompromißbereitschaft und mit derart wenig Handlungsspielraum auf beinahe allen Seiten, eine Lösung angestrebt werden muss, die den Status quo beendet. Freilich ist das extrem kompliziert und womöglich war dieser Waffengang, so schlimm und verwerflich er ist, die einzige zeitnahe Möglichkeit, diesen Status quo zu beenden und eine für alle einigermaßen akzeptable oder notwendigerweise zu akzeptierende Lösung  des völkerrechtlichen Problemes für die Zukunft herbeizuführen. 
Was ich jedoch dramatisch finde, ist das Vorgehen der georgischen Regierung. Dieses ist in keinster Weise dem georgischen Volk dienend. Das Risiko für dieses kleine Land war vor dem Waffengang bekannt, es war ebenso bekannt, dass im Normalfalle keine ausreichende Unterstützung durch befreundete Staaten zu erwarten wäre. Dennoch riskierte diese Regierung die Zukunft und möglicherweise gar die Souveränität des kleinen Landes am Kaukasus. 

Alles, was seitdem Angriff geschieht, zeigt die alte Fratze des Krieges, wie sie sich schon so oft zeigte. Beide Seiten kämpfen nach ihren Regeln und Menschen sind nur Statisten oder Mittel zum Zweck. Und die Großmacht verfährt nach dem Motto: Der Sieger braucht sich nicht zu rechtfertigen, und wütet nun in Georgien selbst. Es ist auch deutlich, dass die Interessen Russlands wohl weit über den Schutz einiger Zehntausend neuer russischer Bürger hinausgehen und in Wahrheit vielmehr geopolitischer Natur sind. Russland konnte sich jedoch, scheinbar berechtigter Weise, auf das höchst umstrittene und fragwürdige Vorgehen der Nato bei der Kosovokrise berufen. Damit haben diese Staaten der russischen Interventions- (Expansions?) Politik eine willkommene Steilvorlage für ihren Krieg geliefert. 


Zum Nachwort: Im Prinzip ist diese Idee interessant, jedoch stellen sich einige Fragen, die sich wohl derzeit nicht so einfach beantworten lassen:

Wie ist die Gerichtbarkeit der Menschen, die zusammen denselben Raum bewohnen, aber unterschiedlichen Staaten angehören, zu organisieren? Welches Recht zählt? 

Damit verbunden bedarf es dann wiederum einer Oberbehörde, einem übergeordneten Organ, welches zwischen den Völkern und im Bezug auf ihren gemeinsamen Lebensraum, vermittelt. Das wäre dann vielleicht so etwas, wie es die EU für Europa ist. Mit all den bekannten Schwierigkeiten und systemimmanenten Ungleichheiten und Problemen. 

Das sind nur zwei der Fragen, die sich ergeben. Bekanntlich ist auch folgendes zu bedenken: Es scheint so zu sein, dass sich Völker über ihre Heimat definieren. Ihre Heimat, die ihnen gehört und sonst keinem. Sie entscheiden, wer dort sich noch aufhalten darf und wer nicht. So ist es fast überall auf der Welt bis zum heutigen Tage. Das Model hätte garantiert große Akzeptanzdefizite.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Kommentar. Ich sehe nicht nur auf georgischer Seite große Legitimitätsdefizite. Selbige kann man auch den abtrünnigen georgischen Provinzen und Russland selbst vorhalten. Es ist nämlich beispielsweise so, dass es überall auf der Welt ethnische Minderheiten gibt und es praktisch unmöglich ist, diesen allen ihr eigenes Territorium zu gewährleisten. Konsequenter Weise würden sich, bei solch einer Betrachtung viele Fragen auftun: Ab wann ist eine Gruppe von Menschen ein Volk, ab wann kann es sein eigenes Territorium beanspruchen? Was genau ist eigentlich ein Volk? ist diese Definition statisch oder wandelbar? Kann man als mensch sich selber entscheiden, welchem volk man angehört, oder wird dies durch Geburt oder durch eine entscheidende Autorität besiegelt? Welche Bedeutung hat eine Staatsangehörigkeit dafür? Und vor allen Dingen: Wer entscheidet über dieses und wodurch ist das entscheidende Organ legitimiert? Es tun sich sehr viele Fragen auf.<br />
In diesem Fall gibt gegen alle drei Seiten in dieser Krise berechtigte Vorwürfe. Im Prinzip ist klar, daß in solch einer verfahrenen Lage ohne Kompromißbereitschaft und mit derart wenig Handlungsspielraum auf beinahe allen Seiten, eine Lösung angestrebt werden muss, die den Status quo beendet. Freilich ist das extrem kompliziert und womöglich war dieser Waffengang, so schlimm und verwerflich er ist, die einzige zeitnahe Möglichkeit, diesen Status quo zu beenden und eine für alle einigermaßen akzeptable oder notwendigerweise zu akzeptierende Lösung  des völkerrechtlichen Problemes für die Zukunft herbeizuführen.<br />
Was ich jedoch dramatisch finde, ist das Vorgehen der georgischen Regierung. Dieses ist in keinster Weise dem georgischen Volk dienend. Das Risiko für dieses kleine Land war vor dem Waffengang bekannt, es war ebenso bekannt, dass im Normalfalle keine ausreichende Unterstützung durch befreundete Staaten zu erwarten wäre. Dennoch riskierte diese Regierung die Zukunft und möglicherweise gar die Souveränität des kleinen Landes am Kaukasus. </p>
<p>Alles, was seitdem Angriff geschieht, zeigt die alte Fratze des Krieges, wie sie sich schon so oft zeigte. Beide Seiten kämpfen nach ihren Regeln und Menschen sind nur Statisten oder Mittel zum Zweck. Und die Großmacht verfährt nach dem Motto: Der Sieger braucht sich nicht zu rechtfertigen, und wütet nun in Georgien selbst. Es ist auch deutlich, dass die Interessen Russlands wohl weit über den Schutz einiger Zehntausend neuer russischer Bürger hinausgehen und in Wahrheit vielmehr geopolitischer Natur sind. Russland konnte sich jedoch, scheinbar berechtigter Weise, auf das höchst umstrittene und fragwürdige Vorgehen der Nato bei der Kosovokrise berufen. Damit haben diese Staaten der russischen Interventions- (Expansions?) Politik eine willkommene Steilvorlage für ihren Krieg geliefert. </p>
<p>Zum Nachwort: Im Prinzip ist diese Idee interessant, jedoch stellen sich einige Fragen, die sich wohl derzeit nicht so einfach beantworten lassen:</p>
<p>Wie ist die Gerichtbarkeit der Menschen, die zusammen denselben Raum bewohnen, aber unterschiedlichen Staaten angehören, zu organisieren? Welches Recht zählt? </p>
<p>Damit verbunden bedarf es dann wiederum einer Oberbehörde, einem übergeordneten Organ, welches zwischen den Völkern und im Bezug auf ihren gemeinsamen Lebensraum, vermittelt. Das wäre dann vielleicht so etwas, wie es die EU für Europa ist. Mit all den bekannten Schwierigkeiten und systemimmanenten Ungleichheiten und Problemen. </p>
<p>Das sind nur zwei der Fragen, die sich ergeben. Bekanntlich ist auch folgendes zu bedenken: Es scheint so zu sein, dass sich Völker über ihre Heimat definieren. Ihre Heimat, die ihnen gehört und sonst keinem. Sie entscheiden, wer dort sich noch aufhalten darf und wer nicht. So ist es fast überall auf der Welt bis zum heutigen Tage. Das Model hätte garantiert große Akzeptanzdefizite.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Roes, Jessica zu Ein Konjunkturprogramm für Deutschland?</title>
		<link>http://unsichtbarehand.wordpress.com/2008/08/04/ein-konjunkturprogramm-fur-deutschland/#comment-13</link>
		<dc:creator>Roes, Jessica</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Aug 2008 14:24:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://unsichtbarehand.wordpress.com/?p=47#comment-13</guid>
		<description>Hallo Jens-Christian,
finde deine Artikel sehr interessant, aber für mich als Leihe was diese wirtschaftlichen Sachen so angeht natürlich zu schwierig da noch was in Frage zu stellen, das in der Richtung &quot; Konjunkturprogramm für Deutschland&quot; was passieren sollte sehe ich ähnlich. Ansonsten finde ich es sehr lobenswert das es überhaupt Leute wie dich gibt die ihre Interessen im Netz so gut vertreten und anderen damit die Chance geben sich auch damit auseinander zu setzen, ich meine damit das du den Interessierten damit die Grundlage für eine Menge Kommunition gibst und das ist immer positiv das miteinander sprechen. Auch finde ich deine HP sehr informativ und gut strukturiert mit den ganzen Links.
Ich hoffe du machst mit soviel Intosiasmus immer so weiter !!!
Jessica Roes</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Jens-Christian,<br />
finde deine Artikel sehr interessant, aber für mich als Leihe was diese wirtschaftlichen Sachen so angeht natürlich zu schwierig da noch was in Frage zu stellen, das in der Richtung &#8220; Konjunkturprogramm für Deutschland&#8220; was passieren sollte sehe ich ähnlich. Ansonsten finde ich es sehr lobenswert das es überhaupt Leute wie dich gibt die ihre Interessen im Netz so gut vertreten und anderen damit die Chance geben sich auch damit auseinander zu setzen, ich meine damit das du den Interessierten damit die Grundlage für eine Menge Kommunition gibst und das ist immer positiv das miteinander sprechen. Auch finde ich deine HP sehr informativ und gut strukturiert mit den ganzen Links.<br />
Ich hoffe du machst mit soviel Intosiasmus immer so weiter !!!<br />
Jessica Roes</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Jochen zu Karl Marx &#8211; Die Kritik der Politischen Ökonomie</title>
		<link>http://unsichtbarehand.wordpress.com/2008/07/05/karl-marx-die-kritik-der-politischen-okonomie/#comment-12</link>
		<dc:creator>Jochen</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Aug 2008 06:22:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://unsichtbarehand.wordpress.com/?p=17#comment-12</guid>
		<description>Michael, obwohl Du Marx falsch zitierst (siehe später) darfst Du nicht vergessen, daß Marx 1883 gestorben ist und schon vorher sehr krank war. Einige Ausführungen von Dir gleichen dem, wenn jemand mit Einstein behauptet, daß Newton Unrecht hatte.

Aber trotzdem hatte Marx schon vieles richtig gesehen und Du solltest nicht nachplappern, was andere über Marx sagen, sondern schon selbst Marx lesen. In &quot;Lohn, Preis und Profit&quot; (http://www.mlwerke.de/me/me16/me16_101.htm). Z.B. darin Kap. 14 Pkt. 2, z.B. &quot;Von demselben Standpunkt haben viele jetzt lebende Schriftsteller sich darüber gewundert, daß, da das englische Kapital in den letzten zwanzig Jahren soviel rascher als die englische Bevölkerung gewachsen ist, der Arbeitslohn nicht bedeutender gestiegen sei.&quot; Also schreibt Marx ganz richtig: der absolute Lebensstandard steigt, aber relativ zu den Möglichkeiten sinkt er. Und genau das beobachten wir auch heute. Es gibt sogar weite Kreise der Bevölkerung, wo der Lebensstandard absolut sinkt.

@Michel
&quot;In der weiteren Entwicklung traten die gegenteiligen Entwicklungen auf! Das ist eine rein empiriesche Tatsache und hat nichts mit der Weltanschauung zu tun, der ich anhänge.&quot;
Es traten genau die Entwicklungen auf, die Marx vermutete, Deine falsche Interpretation der Entwicklungen beruht eben auf Deiner falschen Interpretation von Marx, z.B. indem Du absolute und relative Verelendung verwechselst.

Wenn Dir die Argumente ausgehen, schreibst Du einfach &quot;Nichts als Rhetorik.&quot; Vielleicht hast Du schon mal was von Granger-Kausalität gehört. Dann kann ich Dir detaillierter den neoliberalen Unsinn zeigen.

Mein Satz &quot;Prinzipiell ist das steigende Realeinkommen eine Folge davon, daß die Produktivität schneller steigt als der Konsum.&quot; ist zwar etwas mißverständlich, aber richtig. Mit der Begründung, daß anderswo niedrigere Löhne gezahlt werden, wird versucht auch in Deutschland die Löhne zu drücken. Diesen Art von Argumentationsversuchen findest Du auch schon bei Marx genannt. Konsum und Produktivität gehören zusammen. Wenn das Einkommen beschnitten wird (z.B. Hartz), dann sinkt der Konsum trotz steigender Produktivität, ja sogar als Folge, denn wenn die Produktivität steigt, werden Leute entlassen. Weniger mißverständlich wäre es, hätte ich geschrieben: &quot;Prinzipiell ist das steigende Realeinkommen eines Teils der Bevölkerung eine Folge davon, daß die Produktivität schneller steigt als der Konsum, weil z.B. durch Entlassungen andere Teile der Bevölkerung ein sinkendes Realeinkommen haben.&quot; Aber mir ging es darum, zu zeigen, daß die Steigerung des Realeinkommens mehr oder weniger eine Folge der Kämpfe um Lohnerhöhungen ist.

Die Notwendigkeit der allgemeinen Arbeitszeitverkürzung hast Du nicht begriffen. Im Einzelfall kann jede wirtschaftspolitische Maßnahme unterschiedliche Auswirkungen haben. Bei Friseuren  ist z.B. die Produktivität kaum gestiegen, trotzdem müssen sie an der allgemeinen Steigerung des Lohnniveaus teilnehmen. Und genau das Ähnliche ist bei der notwendigen Arbeitszeitverkürzung.

Von 1960 auf heute ist die Arbeitszeit durchschnitt um 1,3%/Jahr gesunken (in 43 Jahren von 2000h auf 1150h). Die durchschnittliche Vollarbeitszeit aber nur um 0,6%. Die Differenz zwischen den beiden Senkungen ist der Anstieg der Teilzeitarbeit und der Arbeitslosigkeit. Es gibt also keine Alternative zur Arbeitszeitsenkung.

@Michel
&quot;Interessanter ist die Frage durch welche Strukturen die Lösungen gefunden werden.&quot;
Mir schwebt da z.B. vor, die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung stark progressiv an die Arbeitszeit zu koppeln. Bei entsprechender Ausgestaltung ist es sowohl für den Unternehmer als auch für den Beschäftigten ökonomisch am günstigsten nicht länger als die volkswirtschaftlich optimale Arbeitszeit zu arbeiten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Michael, obwohl Du Marx falsch zitierst (siehe später) darfst Du nicht vergessen, daß Marx 1883 gestorben ist und schon vorher sehr krank war. Einige Ausführungen von Dir gleichen dem, wenn jemand mit Einstein behauptet, daß Newton Unrecht hatte.</p>
<p>Aber trotzdem hatte Marx schon vieles richtig gesehen und Du solltest nicht nachplappern, was andere über Marx sagen, sondern schon selbst Marx lesen. In &#8222;Lohn, Preis und Profit&#8220; (<a href="http://www.mlwerke.de/me/me16/me16_101.htm" rel="nofollow">http://www.mlwerke.de/me/me16/me16_101.htm</a>). Z.B. darin Kap. 14 Pkt. 2, z.B. &#8222;Von demselben Standpunkt haben viele jetzt lebende Schriftsteller sich darüber gewundert, daß, da das englische Kapital in den letzten zwanzig Jahren soviel rascher als die englische Bevölkerung gewachsen ist, der Arbeitslohn nicht bedeutender gestiegen sei.&#8220; Also schreibt Marx ganz richtig: der absolute Lebensstandard steigt, aber relativ zu den Möglichkeiten sinkt er. Und genau das beobachten wir auch heute. Es gibt sogar weite Kreise der Bevölkerung, wo der Lebensstandard absolut sinkt.</p>
<p>@Michel<br />
&#8222;In der weiteren Entwicklung traten die gegenteiligen Entwicklungen auf! Das ist eine rein empiriesche Tatsache und hat nichts mit der Weltanschauung zu tun, der ich anhänge.&#8220;<br />
Es traten genau die Entwicklungen auf, die Marx vermutete, Deine falsche Interpretation der Entwicklungen beruht eben auf Deiner falschen Interpretation von Marx, z.B. indem Du absolute und relative Verelendung verwechselst.</p>
<p>Wenn Dir die Argumente ausgehen, schreibst Du einfach &#8222;Nichts als Rhetorik.&#8220; Vielleicht hast Du schon mal was von Granger-Kausalität gehört. Dann kann ich Dir detaillierter den neoliberalen Unsinn zeigen.</p>
<p>Mein Satz &#8222;Prinzipiell ist das steigende Realeinkommen eine Folge davon, daß die Produktivität schneller steigt als der Konsum.&#8220; ist zwar etwas mißverständlich, aber richtig. Mit der Begründung, daß anderswo niedrigere Löhne gezahlt werden, wird versucht auch in Deutschland die Löhne zu drücken. Diesen Art von Argumentationsversuchen findest Du auch schon bei Marx genannt. Konsum und Produktivität gehören zusammen. Wenn das Einkommen beschnitten wird (z.B. Hartz), dann sinkt der Konsum trotz steigender Produktivität, ja sogar als Folge, denn wenn die Produktivität steigt, werden Leute entlassen. Weniger mißverständlich wäre es, hätte ich geschrieben: &#8222;Prinzipiell ist das steigende Realeinkommen eines Teils der Bevölkerung eine Folge davon, daß die Produktivität schneller steigt als der Konsum, weil z.B. durch Entlassungen andere Teile der Bevölkerung ein sinkendes Realeinkommen haben.&#8220; Aber mir ging es darum, zu zeigen, daß die Steigerung des Realeinkommens mehr oder weniger eine Folge der Kämpfe um Lohnerhöhungen ist.</p>
<p>Die Notwendigkeit der allgemeinen Arbeitszeitverkürzung hast Du nicht begriffen. Im Einzelfall kann jede wirtschaftspolitische Maßnahme unterschiedliche Auswirkungen haben. Bei Friseuren  ist z.B. die Produktivität kaum gestiegen, trotzdem müssen sie an der allgemeinen Steigerung des Lohnniveaus teilnehmen. Und genau das Ähnliche ist bei der notwendigen Arbeitszeitverkürzung.</p>
<p>Von 1960 auf heute ist die Arbeitszeit durchschnitt um 1,3%/Jahr gesunken (in 43 Jahren von 2000h auf 1150h). Die durchschnittliche Vollarbeitszeit aber nur um 0,6%. Die Differenz zwischen den beiden Senkungen ist der Anstieg der Teilzeitarbeit und der Arbeitslosigkeit. Es gibt also keine Alternative zur Arbeitszeitsenkung.</p>
<p>@Michel<br />
&#8222;Interessanter ist die Frage durch welche Strukturen die Lösungen gefunden werden.&#8220;<br />
Mir schwebt da z.B. vor, die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung stark progressiv an die Arbeitszeit zu koppeln. Bei entsprechender Ausgestaltung ist es sowohl für den Unternehmer als auch für den Beschäftigten ökonomisch am günstigsten nicht länger als die volkswirtschaftlich optimale Arbeitszeit zu arbeiten.</p>
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